Zen-Kreis Paderborn Über die Verantwortung und Legitimation Zen zu lehren  (Teil 2) Zen ist ein Weg der Befreiung vom Leid und eine direkte Umsetzung  des edlen achtfachen Pfades des Buddha Shakyamuni. Dies wird erreicht durch die  Befreiung des Geistes von Denkmustern und Vorstellungen. Wir sind oftmals derartig  von unseren Modell-Landkarten bestimmt, dass wir nicht einmal merken, wie sehr wir  an der Wirklichkeit vorbei leben. Darin eingeschlossen das Bild von unserem „Ich“ oder  „Selbst“. Zu den einzelnen Elementen unserer Übung lesen sie bitte unter folgendem Link nach.  Weitere Bemerkungen zu Frage „Was ist Zen?“ finden sie unter diesem Link.  Zen ist nicht bequem – kann ich Erleuchtung nicht ganz schnell in  ein paar Kursen verwirklichen? Im Zen geht es um Befreiung, darum die Wirklichkeit „neu“ zu erleben – wie sie ist  und nicht wie man sie sich denkt; einen anderen Standpunkt gegenüber ihr zu  beziehen, ein heilsames Leben für sich selbst und andere zu führen. Dieser Weg  erfordert großes eigenes Engagement und einen Lehrer als hilfreichen Unterstützer. Darin liegt für so manch einen ein Problem. Der Zen-Weg ist beschwerlich und  anstrengend. Wir müssen die von uns ach so geliebte Komfortzone verlassen, denn  gerade jenseits dieser befindet sich das Potenzial für persönliche Entwicklung. Zen erfordert kontinuierliche Übung über eine lange Zeit, regelmäßige intensive  Übungsperioden (wo man morgens um 5 aufsteht und erst um 23 Uhr schlafen kann)  unter Anleitung eines Lehrers. Das ist nicht jedermanns Sache. Natürlich kann ein  jeder so viel oder so wenig an Energie in die Zen-Übung investieren, wie er mag und  dann prüfen ob er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Wer jedoch den Zen- Weg ernsthaft  beschreitet, kommt nicht darum hin, sich ziemlich anzustrengen. Vielleicht liegt es  etwas in der menschlichen Natur zu fragen: Kann ich das nicht irgendwie einfacher  haben? Gerade darin finden findige Geschäftemacher einen Markt:  Nur allzu gerne hätten wir eine Befreiung von den leidbehafteten Aspekten des  Daseins, ohne dass wir uns dafür selber ins Zeug legen müssen, ohne dass wir unsere Komfortzone verlassen müssen. Schön bequem, am Besten im Liegen. Vielleicht in der Form von ein paar Kursen oder Schulungen über 3 Wochenenden. Es gibt genügend  Leute, die so etwas verkaufen. Fortsetung (Teil 3 von 5)